
In früheren Zeiten war die Hochzeitsnacht von Ritualen und Bräuchen umrankt. Diese Nacht war keine Privatangelegenheit zwischen zwei Menschen, nein – die ganze Familie oder sogar das ganze Dorf nahmen an diesem Ereignis Anteil. Oftmals gab es sogar Zeugen, unter denen Braut und Bräutigam die Nacht der Nächte verbrachte.
Diese Zeiten sind vorbei, und die Jungfräulichkeit haben die meisten schon im Vorfeld verloren. Dennoch geht man mit einer großen Erwartungshaltung in diese Nacht, soll sie doch der krönende Abschluss einer gelungenen Hochzeitsfeier sein. Endlich, nach einem langen Tag, können sich die frisch vermählten der Zweisamkeit hingeben und Romantik und Leidenschaft freiem Lauf lassen.
Ein Tipp: Trinkt vielleicht beim Hochzeitsfest nicht allzu viel Alkohol. Das könnte der Leidenschaft abträglich sein.
In der Regel war die Morgengabe bei der Heirat ein Geschenk des Mannes an die Frau.
Der Name Morgengabe leitet sich vom Brauch ab, am Morgen nach der Hochzeitsnacht ein Geschenk zu überreichen. Diese Zuwendung nahm insofern eine Sonderstellung ein, weil sie ein wesentlicher Bestandteil der Witwenversorgung war also nicht zum Nachlaß gehörte und nicht, wie fälschlicherweise oft angenommen, als Entschädigung für die verlorene Jungfräulichkeit diente.